
Das Projekt "Bio-Region NÖ-Süd" wurde von "die
Umweltberatung",
"Ernte NÖ"
und dem "Agrarmanagement NÖ-Süd" ins Leben gerufen.
Vorrangiges Ziel dieses Projektes ist, durch die Ausbildung von Schülern und
Lehrlingen der BLT Semmering und der Landesberufsschule für Tourismus in
Waldegg den Einsatz biologisch produzierter Lebensmittel in der Gastronomie für
die Zukunft verstärkt zu positionieren. Ebenso soll die Verwendung von
bäuerlichen Bio-Produkten zur hochwertigen Ernährung in regionalen
Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und der Gastronomie initiiert werden
und durch diese Diversifizierung die bäuerlichen Einkommen abgesichert und die
Wertschöpfung der Region gesteigert werden.
Derzeit essen rund 2,9 Millionen ÖstereicherInnen mindestens einmal pro Tag
außer Haus. Die gesundheitspolitische Verantwortung für die Verpflegung
großer Bevölkerungsteile wird also vermehrt an Großbetriebe und öffentliche
Institutionen abgegeben. Besonderes Augenmerk ist hier den Krankenhäusern,
Pensionisten- und Pflegeheimen sowie den Kinder- und Jugendheimen zu schenken.
Als Vollverpflegungseinrichtungen tragen sie alleinige Verantwortung für eine
bedarfsgerechte Versorgung von Ernährungs-Risikogruppen. Großküchen haben
(noch) das Image, billig Massen zu verköstigen. Zunehmend wird aber die
Ernährung als innovativer Bereich einer ganzheitlich medizinischen Therapie, in
der die zielgruppenspezifische Versorgung mit Nährstoffen, der Genuß und der
psychosoziale Aspekt der Mahlzeiten in den Vordergrund gerückt werden, gesehen.
Biologisch erzeugte Lebensmittel zeichnen sich durch eine hohe Nährstoffdichte
und intensiven Geschmack aus. Regionale Lebensmittel der Saison gewährleisten
Frische und damit geringen Nährstoffverlust sowie Identifikation mit der
Region. Das höhere Vertrauen der KonsumentInnen in regionale bio-bäuerliche
Lebensmittel kann wesentlich zur Akzeptanz der Gemeinschaftsverpflegung
beitragen.
Die Forderung nach Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit wird in der Lebensmittelbeschaffung von Großküchen allerdings vielfach als Hemmnis für den regionalen, umweltorientierten Einkauf gesehen, was begründet, daß Bio-Lebensmittel nur zu weniger als einem Prozent am Umsatzvolumen der Außer-Haus-Verpflegung in Österreich beteiligt sind. Eine ernährungswissenschaftliche und saisonale Adaptierung der Speisepläne kann die Mehrkosten zum Teil auffangen.
Schüler und Schülerinnen der Landesberufsschule für Tourismus in Waldegg erhoben im Rahmen einer Befragung, ob die Gastronomie stärker biologische Getränke und Speisen anbieten solle. Das Ergebnis spricht für sich: 94 % der Befragten würden gerne beim Essengehen biologische Speisen wählen können. Von den knapp 140 Befragten sind fast alle der Meinung, daß "Bio" auch mehr kosten darf. Wie tief die Gäste für ein Bio-Angebot ins Börsel greifen würden, ist verschieden. Für manche sind 50 % ""Biozuschlag" denkbar, für andere sollte sich der Mehrpreis bei 5 % einpendeln. Durchschnittlich würden die Badener um 21 % mehr für Bioqualität bezahlen. Die Gründe, die nach Meinung der Befragten für den Einsatz biologischer Lebensmittel in der Gastronomie sprechen: Bei "Bio" ist eine höhere Qualität und ein besserer Geschmack zu erwarten. Die regionalen biologisch wirtschaftenden Bauern sollen durch den Kauf von Bio-Lebensmitteln unterstützt werden. 57 % der Befragten kaufen aus diesen Gründen selbst regelmäßig biologische Lebensmittel ein. Nur bei Essengehen mußte bis jetzt zu oft noch auf "Bio" verzichtet werden.
Die Region NÖ-Süd hat eine hohe Dichte an Bio-Betrieben. Die
Produktionsmengen der regionalen Bio-Produzenten ermöglichen die Belieferung
von Großabnehmern.
In dieser sehr ländlich geprägten Region finden sich mehrere Großküchen, die
weitgehend regional mit frischen Bio-Produkten versorgt werden können.
Ausbildung der Schüler und Lehrlinge zur qualitätsorientierten Verwendung biologisch produzierter Lebensmittel im Gastronomiebereich (BLT Semmering, Landesberufsschule für Tourismus Waldegg)
Aus- und Weiterbildungsoffensive für Küchenfachpersonal und EinkäuferInnen für Gemeinschaftsverpflegungen und Gastronomie sowie Landwirte hinsichtlich der Verwendung und Bereitstellung von Bioprodukten im Großküchenbereich - Ausbildungspartner: BLT Semmering und Landesberufsschule für Tourismus Waldegg
Informationsveranstaltungen, Aktionstage, Verkostungen
Kochkurse & Workshops (z. B. Zaubern mit Bio-Schmankerln, Kochen mit Bio-Rindfleisch, Köstliches für die Sommerparty)
Exkursionen zu Bio-Betrieben
Kochwettbewerb mit Bio-Produkten
begleitende Umfragen und Projektarbeiten (z. B. "Die Vermarktung von Bio-Rindfleisch in der Region NÖ-Süd" - BLT Semmering)
Vermittlung und Betreuung der bäuerlichen Bio-Produzenten
Mag. Rosemarie Zehetgruber
"die Umweltberatung"
Amtsgasse 9, 2020 Hollabrunn
Tel: 02952/4344
Fax: 02952/4088
e-mail: rosemarie.zehetgruber@umweltberatung.at
Peter Liebentritt
"Ernte für das Leben NÖ-Süd"
Haßbach 68, 2831 Warth
Tel/Fax: 02629/7323
Mag. (FH) Rainer Leitner
"Agrarmanagement NÖ-Süd"
Aichhof 2, 2831 Warth
Tel: 02629/3156/16
Fax: 02629/2150
e-mail: rainer.leitner@schneebergland.at
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